11/12/2018 Alles rund um das Thema Kryptowährungen

Bundesfinanzministerium zu virtuellen Währungen

02.03.2018 (CIW)Das BMF gibt bekannt, dass bezahlen mit Kryptowährungen, Bitcoin-Mining sowie der Umtausch konventioneller Währungen in virtuelle Währungen und umgekehrt umsatzsteuerfrei bleibt. Krypto-Handeslplattformen sowie Anbieter  elektronischer Wallets sind hingegen nicht umsatzsteuerbefreit. Erlöse aus der Spekulation mit Kryptowährungen sind ebenfalls steuerpflichtig. Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat in einem Rundschreiben, seinen Standpunkt zur Umsatzsteuer bei Bitcoins und anderen Kryptowährungen bekanntgegeben. Das BMF reagier hier auf ein  EuGH-Urteil vom 22.10. 2015. Danach sind Umsätze mit Kryptowährungen, die als „als vertragliches unmittelbares Zahlungsmittel zwischen Wirtschaftsteilnehmern akzeptiert werden und die keinem anderen Zweck als der Verwendung als Zahlungsmittel dienen“ von der Umsatzsteuer befreit. Neben dem Umtausch von konventionellen Währungen in virtuelle Währungen und umgekehrt ist auch das Schürfen von Kryptowährungen umsatzsteuerfrei. Das BMF führt aus: „Bei den Leistungen der Miner handelt es sich um nicht steuerbare Vorgänge. Die sog. Transaktionsgebühr, welche die Miner von anderen Nutzern des Systems erhalten können, wird freiwillig gezahlt und steht in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit den Leistungen der Miner.“ Anbieter von gebührenpflichtigen E-Wallets sowie Krypto-Börsen sind hingegen nicht von der Umsatzsteuer befreit. Wichtig: Bitcoin-Gewinne sind grundsätzlich steuerpflichtig, wenn zwischen dem Kauf und Verkauf weniger als zwölf Monate liegen. Sie gelten als private Veräußerungsgeschäfte und müssen in der Steuererklärung unter Sonstige Einkünfte (SO) angegeben werden. Kryptowährungen sind  somit anderen Vermögensgegenständen z. B. Immobilien, Kunstwerken und Antiquariaten gleichgestellt. Bitcoin-Gewinne unterliegen aber, anders als Aktiengeschäfte, bisher nicht der Abgeltungsteuer (Stand: 23.01.2018) . Dies bedeutet: Der Tausch von konventionellen Währung in Kryptowährungen und umgekehrt ist umsatzsteuerfrei. Wer mit Kryptowährungen zahlt, oder Krypto-Mining betreibt, muss laut BFM ebenfalls keine Umsatzsteuer zahlen. Anbieter von kostenpflichtigen elektronischen Geldbörsen (Wallets) sowie Krypto-Börsen sind hingegen nicht von der Umsatzsteuer befreit. Gewinne durch die Spekulation mit Kryptowährungen sind ebenfalls steuerpflichtig. WICHTIGER HINWEIS: Der obere Text stellt keine betriebswirtschaftliche, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Anleger sollten für Ihre Steuererklärung grundsätzlich einen Steuerberater und/oder einen auf Steuerrecht spezialisierten Anwalt konsultieren.

Quellen: wallstreet-online; BMF: „Umsatzsteuerliche Behandlung von Bitcoin und anderen sog. virtuellen Währungen; EuGH“ BTC-Echo: „Bundesfinanzministerium: Umsatzsteuerfreiheit bei Kryptowährungen“ WINHELLER Rechtsanwaltsgesellschaft mbH